Entwerfen | Holzbau
Architectural Design | Timber Construction

ATLAS - Mehrgeschossiger Holzbau

 

Erscheinungstermin Juni 2017

 

 

Bauen mit Weitblick - Systembaukasten für den industrialisierten sozialen Wohnungsbau

 

Unter dem Projektnamen „Bauen mit Weitblick – Systembaukasten für den industrialisierten sozialen Wohnungsbau“ wird ein standardisierter, mehrgeschossiger Wohnungsbau durch seriell vorgefertigte Elemente (Flächenelemente / Module) mit hoher Vorfertigungstiefe inkl. TGA entwickelt. Dazu werden die technischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erfasst. Basierend auf den Leistungsanforderungen werden Grundrisse für die verschiedenen Gebäudetypologien konfiguriert und in einem zweiten Schritt zu einem Katalog zusammengeführt. Auf Grundlage festzulegender Grundrisskonfigurationen und –mischungen wird ein Gesamtsystem (generische Systematik) entwickelt, welches industrielles Bauen im Kontext des sozialen Wohnungsbaus ermöglicht und in den verschiedenen Baustoffen (Betonbau, Holzbau, Hybridbau) zu seriell herstellbaren Bauteilen führt. Neben dem zu entwickelnden Systembaukasten liegt der Forschungsansatz ferner auf der Prozessoptimierung und Digitalisierung. Preiswertes und qualitätsvolles Bauen wird vor allem durch die Potentiale „industrieller Produktion“ (Planung – Fertigung – Errichtung) ermöglicht. Projektpartner aus Forschung und Baupraxis verknüpfen ihr Wissen, um mit den vorhandenen Bausystemen über eine beispielhafte Gebäudeplanung verschiedene Komponenten (Konstruktionsvarianten, Ausstattung, TGA- und Versorgungsysteme etc.) hinsichtlich Kosten-, Qualitäts- und Zeitpotentiale zu analysieren. Mit Hilfe digitaler Planungsmethoden auf Grundlage des Building Information Modeling (BIM) werden Rückkopplungen ermöglicht und Entscheidungsprozesse optimiert.  

Mehr Informationen unter: www.bauen-mit-weitblick.tum.de

Einfach Bauen

Einfach Bauen - Integrale Strategien für energieeffizientes, einfaches Bauen mit Holz, Leichtbeton und hochwärmedämmendem Mauerwerk - Untersuchung der Wechselwirkungen von Raum, Konstruktion und Gebäudetechnik Dieses Projekt hat das Ziel, die Komplexität im Bauwesen zu reduzieren. Dazu sollen verschiedene einfache Entwurfs- und Konstruktionsweisen identifiziert, untersucht und hinsichtlich ihrer ökologischen, ökonomischen und architektonischen Wirkung beurteilt werden. Drei monolithische Bauweisen stehen dabei im Fokus: Massivholz, Porenbeton und hochwärmedämmendes Mauerwerk. Zusammen mit einfacherer, flexibler Architektur soll damit eine Alternative zur zunehmend komplexen und technologisierten Bauwelt aufgezeigt werden. Es soll ein neuer Trend zum „Einfachen Bauen“ geschaffen bzw. verfolgt werden. Deregulierung, Vereinfachung und Reduzierung von Standards wären sich daraus ergebende Vorteile.   Für die verschiedenen Entwurfsvarianten werden auf Raumebene Modelle erstellt und untersucht. Angestrebt wird eine multifunktionale Architektur. Die ermittelten Raumstrukturen werden analysiert und bewertet. Anhand von Beispielentwürfen werden diese auf die Gebäudeebene übertragen. Die Ergebnisse werden abschließend mit realisierten Projekten verglichen. Neben dieser Bilanz ist es ein Ziel, neuen Forschungsbedarf in dieser Richtung zu lokalisieren.

 

Projektleitung:

Lehrstuhl für Entwerfen und Konstruieren Prof. Florian Nagler  

Kooperationspartner:  

Professur für Entwerfen und Holzbau Prof. Hermann Kaufmann  

Lehrstuhl für Gebäudetechnologie und klimagerechtes Bauen  Prof. Thomas Auer 

Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktion  Prof. Dr.-Ing. Stefan Winter  

Lehrstuhl für Werkstoffe und Werkstoffprüfung im Bauwesen  Prof. Dr.-Ing. Christoph Gehlen   

Gumpp & Maier GmbH

Stiftung Bayerischer Bauindustrieverband e.V. 

 

 

leanWOOD

 

 

Die industrialisierte Produktion von Bauelementen mit einem hohen Vorfertigungsgrad zeichnet den Holzbau der Gegenwart aus. Die Vorfertigung ist eine Prämisse der Qualität und Wirtschaftlichkeit.  Zugunsten verbesserter und verkürzter Zeiten für die Ausführung vor Ort erhöht sich die Komplexität in der Planung, der Fertigung der Bauelemente und deren Transport- und Montagelogistik. 

Der heute übliche, stark an der Fertigung auf der Baustelle orientierte Projektablauf mit den separierten Einzelschritten Planung, Ausschreibung, Produktion und Bau stellt ein großes Hemmnis für den Holzbau dar.

 

Das Know-how und das Wissen um die Produktionsmöglichkeiten des erst in einer späten Prozessphase beauftragten Holzbaubetriebes in fehlen in den entscheidenden frühen Planungs-und Entscheidungsphasen. Erheblicher Umplanungsaufwand nach Vergabe der Leistungen verursacht sehr häufig Termin- und Kostenüberschreitungen. Zudem sind heute viele Architekten und Ingenieure aufgrund der vielfältigen Anforderungen und Varianten des Holzbaus auf die Beratung durch Holzbauspezialisten angewiesen. Idealerweise werden zukünftig Bauprojekte produktionsgerecht von einem Team aus Architekten, Ingenieuren und Holzbauplanern von Anfang an gemeinsam geplant.

 

Hier setzt leanWOOD an. Das Hauptziel ist die Entwicklung neuer Kooperations- und Prozessmodelle für den vorgefertigten Holzbau. «lean» zielt dabei auf die «schlanke» Abwicklung von Prozessen und die effiziente wie effektive Koordination von Akteuren. Dies stellt das entscheidende Potenzial für Produktivitätssteigerungen im industrialisierten Holzbau dar. 

leanWOOD setzt dabei auf die Grundzüge des lean management, das in den 80-er und 90-er Jahren des letzten Jahrhunderts Bestandteil der Wertschöpfungskette vieler Industriebereiche wurde. Kundenorientierung, Abfallreduktion und Vermeidung von Ausschüssen waren die Prämissen. Während produzierende Betriebe schon lange auf die Methoden des lean management setzen, erfolgt die Übertragung dieser Werte auf das Bauwesen noch kaum.

 

leanWOOD entwickelt Modelle und Lösungen für den optimalen Ablauf von kooperativen Planungs- und Ausführungsprozessen im Holzbau. Ziel ist es, die Grundzüge des lean management in der Umsetzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette anzuwenden. Ausgehend  von der Untersuchung und Analyse von gebauten ‚best-practice‘ Beispielen und  Arbeitsmethoden anderer industriell hochentwickelter Sektoren (z.B. Schiffsbau, Automobilbau…)  werden Szenarien für optimierte Prozesse und ziel- und wertschöpfungsorientierte Kooperationen von Projektteams aufgezeigt. Methoden und Modelle für den optimalen Übergang der Planung zur Produktion werden durch die Überlagerung der Arbeit von Architekt und Ingenieur mit der Holzbauplanung geschaffen.

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